German Poetry

These poems are written in German, their original language.

Expressions of love, loyalty, and connection that are not meant to be translated.

Not to think, but to feel.

Each of them stands on its own, yet all belong to the same quiet place.

Poem Series:

Liebe und Erinnerung

Vorwort 

Manche Dinge im Leben schreibt man nicht,
sie schreiben dich.

Diese Zeilen sind kein Werk, sie sind Spuren –
von dem, was gefühlt, verloren, gehalten und verstanden wurde.
Fünf Gedichte, Fünf Schritte durch das, was Liebe mit einem Menschen macht:
das Finden, das Bekenntnis, das Leben, das Wachen und das Gehen.

Sie erzählen keine Fiktion.
Sie sind Erinnerung, Traum und Schwur zugleich.
Und irgendwo dazwischen,
steht sie –
die Göttliche,
deren Name bleibt, selbst wenn alle Worte fallen.

Ich habe gelernt, dass man Liebe nicht besitzen kann.
Aber man kann sie bewahren – in Form von Licht.

Und mit dem, was Hand und Herz gemeinsam formen – präzise und doch

lebendig, alt und edel zugleich. 


 

So wie das Wappen,

das nicht nur ein Symbol ist, sondern ein stilles Zeugnis: von Geduld,

von Hingabe und von Zeit. 


Diese Seiten sind mein Versuch, genau das zu tun.


Für die Göttliche.
Für das, was bleibt.

– Guido

 

Das Finden


Ein langer Tag, seh ihr Gesicht. Ich frag mich selbst, ist sie mein Licht.
So sitz ich dort und schreibe ihr. Warte auf die Antwort hier.


Die Nachricht kommt, ihr erstes Wort, und schon ist schöner dieser Ort.
So läuft es, hin und her, kein Satz fällt uns schwer.


Es sind nur Worte, klein und sacht, doch haben sie uns froh gemacht.
Ein Lächeln huscht von ihr zu mir, per Nachricht, spür es hier.


Und so geschah, unausweichlich es doch war.
Ein erstes Treffen, der Tag so klar.


Wir liefen diesen Weg entlang, die Zeit gar nicht vergang.
So war es immer wieder, während wir uns wurden immer lieber.



Gemeinsam reisen Tag und Nacht, während man gemeinsam lacht.

Monate vergingen, wir zusammen Zeit verbringen.


Eine Nähe, schön und warm, er hielt sie fest im Arm.
Der Geist so ruhig, der Atem still.
Ob sie es auch so will?

 
Das eine Wort so riesig groß, es hing im Hals als Kloß.
Doch auch die Angst muss irgendwann, beiseite, damit er sagen kann.


Was er fühlt, sein Herz aufwühlt.
So stand er hier, jetzt dort vor ihr.
Er wollte es jetzt wagen, wollte es ihr sagen.


Sie hört es leise, den größten der Beweise.
Ein kurzer Blick, er zeigt ihr Glück.
Fällt sie in seinen Arm, ihr Herz vor Freude warm.


Dann schritten sie auf diesen Wegen, 

gemeinsam, friedlich dem Licht entgegen.

 

 

Der Brief und die Rose


Ein Schriftstück welches geschrieben, um zu zeigen und zu lieben.
Der Umschlag schon allein, sollte ihrer würdig sein.


Rustikal die Hülle von der Art, mit Band, an dem ein Symbol war.
Dieses dort zugegen, um zu zeigen, es ist Leben.


Das Pergament was darin sich befand,

sah aus, als stammt es aus dem alten Land.
Die Schrift welche dort wohnt, die Gefühle stark betont.


Die Seiten voll mit Worten, um etwas dort zu orten.
Das einzig wahre, was auch bleibt, wenn vergeht die Zeit.


Von Stärke und der Treue, vom Kämpfen ohne Reue.
Auch Schwächen dort zu finden, um sie zu überwinden.


Mit Rose er ihn gab, welch riesig große Tat.
Sie sah das Siegel, glühend rot. Ein Zeichen als Gebot.


Langsam öffnend diesen Brief, ihr schon eine Träne lief.
Die Worte groß, die Tinte schwer. Neben ihr, nervös, saß er.


Sie las die Worte Stück für Stück, in ihren Augen gab es Glück.
Ihr Blick traf seinen, langsam dann. Fragt ob seine Hand sie nehmen kann.
Er nickte leicht und sprach zu Recht. Wir beide wissen, jetzt ist's echt.

Schweigend blieb die Welt zurück - im Angesicht vom Augenblick.

 

 

Das Leben


Momente groß und klein, das ist gemeinsam sein.
All die Sachen, all das Lachen, so wir es zusammen machen.


Nähe und Vertrauen, darauf kann man bauen.
So war das größte Glück, wenn er bei ihr zurück.


Ein Essen und ein Tanz, unendlich groß ihr Glanz.
Die Rose rot in seiner Hand, so rot wie ihr Gewand.


Schlicht und Edel war ihr Kleid, so tanzten sie zu zweit.
Ihr Hals den Glitzer hält, welch er ihr schenkte, seiner Welt.


Kein Hass, kein Stress, kein Eilen. Musst sogar die Zeit verweilen.
Wo sie waren so befreit, gefühlt war es wie Ewigkeit.


Und gab es doch mal Regen, sie liebten dieses Leben.
Sie bei ihm und er bei ihr, es gab nur dieses Wir.


Jahre gingen in das Land, immer Hand in Hand.
Erinnerungen an der Wand, so es jeder hat erkannt.


Falten und die Haare grau, dennoch wirkt der Himmel blau.
Bis zum Tag an dem es bald, für einen wird zu alt.


So schläft sie ein und geht dahin, und doch, sie ist bei ihm.

 

 

Der Wächter


Er hielt sie fest in jener Nacht, als Wächter diesen Schatz bewacht.
Friedlich und so leise, sie auf traumhafter Reise.


Dem Dunkel zum Beweis, so unendlich ist ihr Preis.
Und so weiß kein Mann, wie sehr man sie so lieben kann.

 
Nur der Wächter von dem Schatz, harrt aus an diesem Platz.
So verging Nacht um Nacht, des Wächters ewig Wacht.


Zum Schutz des Schatzes, sicher seines Platzes.
Dort fragt er sich so oft, ob er auch noch hofft.


Dass sie noch erwacht, aus ihrer ewig Nacht.
Des Wächters Rüstung langsam braun. Der Rost ist anzuschaun.
Der Glanz vergangen, als sie im Traum gefangen.


So hält er Stand, der Zeit und ihre Hand.
Hofft er kommt zurück, ihr warmer weicher Blick.


Er hofft sie sich bewegt, und wieder mit ihm lebt.
Doch er nicht weiß wann, sie wieder lachen kann.


So wartet er die Zeit, bis sie sich selbst befreit.


In einem Tempel sehr versteckt, dort wo sie nie geweckt.
Der Ewigkeit ein Band, dort hält er immer Stand.


Er hält bereit das Schwert, zu schützen ist sie wert.
Ob Krieg oder Schlacht, er kämpft mit ganzer Macht. 

Auch wenn sie nicht mehr lacht, so wacht er Tag und Nacht.

 

 

Die letzte Reise


So lieg ich da, dem Bett der letzten Ruh.
Dort steht er hier, und schaut mir zu.


Erinnerungen ich durchstreife, das Leben eine Schleife.
Ich schau ihn an, so fragt er dann.


Was wünschst du dir zuletzt, im Hier im Jetzt?


Ich lächle leicht und sage leise, mir ihr noch eine Reise.
Er spricht zu mir, Du wünschst ein Wir?


So nicke ich und nenne ihn, den Namen meiner Göttlichen.


Er nimmt mich mit in dieses Land, was hinter jener Wand.
Dort steht sie grinst mich an, und tritt an mich heran.


Ein leichter Wind in ihrem Haar, und dem Mantel seiner war.
Er schwieg sie sprach, läufst du mir nach?


Natürlich sagte ich, diese Reise nur für dich.
Ich bei ihr und sie bei mir, so war es wieder wir.


Wir schritten vor und lachten dort, fortgetragen an seinen Ort.
 

 
 
 
Das Schweigen der Blumen


 Vorwort


 In einer Welt voller Stimmen, Urteile und Lärm 

vergehen die zartesten Wahrheiten oft im Stillen.

Diese Gedichte sind keine Schreie.

Sie sind Flüstern.

Ein leiser Strom aus Empfindung, Erinnerung

und Hoffnung.

Geboren aus einer Zeit, in der Worte nicht mehr genügten

und das Schweigen begann zu blühen.


 Jede Zeile ist eine Spur zurück zu etwas, 

das Bedeutung hatte.

Zu jemandem der Blieb...

in Gedanken, in Bildern, in allem was nicht vergeht.

Blumen sprechen nicht mit Lauten, und dennoch sagen

sie so mehr als mancher Mensch.


 Diese 3 kurzen Gedichte sind ein Versuch, diesem 

stummen Leuchten eine Form zu geben.


 Ein Wappen wurde gezeichnet.

Ein Name gegeben.

Ein Zeichen gesetzt.

Nicht für Ruhm, nicht für Lärm.

Sondern für das, was bleibt, wenn man der Stille lauscht.


 - Guido


 


Die Blume am Wegesrand

 

Eine Blume dort am Wegesrand,
Allein sie in der Sonne stand.


Mit der Zeit sie wartet hier,
Es war schon weit nach vier.


Der Horizont wird langsam rot,
Als sich ihr ein Anblick bot.


Ein Mensch von weitem lief daher,
Sein Blick war sichtbar schwer.


Sie sah zurück aus grünen Gras,
Zart schwankend wie feines Glas.


Dann sah er sie, dort am Rand.
Er lächelte und reichte eine Hand.


Sie zu berühren, gar so leicht.
Fühlte wie die Schwere weicht.


Dann ging er weiter, sichtbar heiter.
Und sie hoffte voller Glück,
Dass er kommt, den nächsten Tag zurück.

 
 
 Der Wunsch im Schweigen


 

Und am nächsten Tage, in ihr eine Frage.
Kommt er heut zurück, schenkt ihr seinen Blick?


Irgendwann sah sie den Mann, bevor er trat heran.


Sein Ausdruck voller echter Wärme,

wie das Summen kleiner Bienenschwärme.


Doch diesmal blieb er eine Weile,

sprach mit ihr, ohne Eile.


Schweigend lauschte sie den Worten,

als er erzählte von alten Orten.


Wo Zeit nicht mehr vergeht,

sich die Erde langsam dreht.


Wäre sie auch gerne Dort, doch sie sprach kein Wort.
Dann traf sie eine Wahl,
Etwas zu sagen, beim nächsten Mal.

 
  

Behutsam Hand in Hand


  

Ein Tag im Licht, es roch nach Flieder.
Und dann, da war er wieder.


Nervös sie war, kaum auszuhalten,
Als er dann sprach, die Stirn in Falten.


Worte flossen zu ihr hin,

in ihnen war ein tiefer Sinn.


Sie sprach nun leise, wie der Wind.
Ich mag es sehr, wenn wir so sind.


Nimmst du mich mit, an einen dieser Orte?
Woher sie kommen diese Worte.


Das Staunen war ihm anzusehen,
"Dachte du bleibst hier stehen?"


Nimm mich mit, grinste sie zurück.
Vielleicht gibt es dort Glück.


Behutsam nahm er ihre Hand,

bevor sie gingen, in ein fernes Land.

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